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Nikolaisaal Potsdam


Typologie:Architektur | Kultur
Ort:Potsdam
Land:Deutschland (Brandenburg)
Bauzeit:1998 - 2000
Auftragsart:Sanierung
Auftraggeber:Stadtverwaltung Potsdam (öffentlich)
Projektbeteiligte:Rudy Ricciotti Architecte D.P.L.G., F-Bandol (Entwurf)
Thorsten Braun, Limburg (Lichtplanung)
Dr. Zauft & Partner, Potsdam (Tragwerksplanung)
Thermibel, Grenoble (Akustikplanung)
Kosten:12.5 Mio. €
Auszeichnungen:Deutscher Fassadenpreis [2001]
2. Bundesdeutscher Architekturpreis Putz [2002]
Leistungsumfang: Architektur
Bauen im Bestand
Innenarchitektur

Der Nikolaisaal in Potsdam ist als Konzerthaus für klassische Orchestermusik konzipiert. Der aus einem beschränkten Wettbewerb hervorgegangene Entwurf des französischen Architekten Rudy Ricotti wurde aufgrund seines sensiblen Umgangs mit der bestehenden Bausubstanz prämiert.
Der aus dem Umbau einer Kirche 1934 entstandene Nikolaisaal wurde zu 2/3 abgetragen, der verbleibende Teil wird als Foyer genutzt. Ein neuer Saal schiebt sich gleichsam wie der Klangkörper eines Musikinstruments in diesen zweigeschossigen, streng rationalistisch gestalteten Raum. Die mit Riegelahorn verkleidete Saalrückwand wirkt der kühlen Eleganz des schwarzen, fast vollständig entmaterialisierten Foyers entgegen.
Im Gegensatz zum strengen Foyer zeigt sich der Saal in warmen Farben und weichen, geschwungenen Formen. Die Decken- und Wandgestaltung ist ganz auf die akustischen Anforderungen eines klassischen Konzertsaals abgestimmt.


"... auf dem Weg zu einem Konzert durchdringt der Besucher zuerst den barocken Block, durchschreitet dann das Foyer aus den dreißiger Jahren um schließlich im Herzen der barocken Stadt im Konzertsaal Platz zu nehmen. Hier entwickelt die Architektur mit Raum, Form, Material, Licht und Musik ihr Temoerament angesichts des barocken Kontext." (R.R.)

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