Revitalisierung Kurfürsten Galerie
Kassel
Die 1992 erstellte erste Kasseler Einkaufsgalerie geriet u.a. wegen Verlusts großer Ankermieter in Schieflage.
Die Bauherrschaft begriff die Notlage als Chance zur grundlegenden Umstrukturierung und zur architektonischen Aufwertung. Anhand des spezifisch entwickelten Gesamtkonzepts wurden im Übermaß vorhandene Verkaufsflächen zu kulturellen Nutzungen umgeplant.
Ein Varieté mit 200 Sitzplätzen, 3.000 m² Wellnesscenter und die Kasseler Spielbank leisten neben verschiedenen gastronomischen Einrichtungen nun auch über die üblichen Geschäftszeiten hinaus ihren Beitrag zur Belebung der Kurfürstengalerie, der Kasseler Innenstadt. Auch die Auslastung der rd. 600 Stellplätze fassenden Tiefgarage profitiert davon.
Die Erschließung des Objekts wurde grundlegend verändert: Neue, gestalterisch aufgewertete Eingänge heilten architektonische Wunden der Ursprungsplanung, neue Malls schufen sinnvolle Wegeverbindungen und zusätzlich attraktive Schaufensterflächen.
Durch die Umgestaltung der Fassade zu einer großzügigen Zweigeschossigkeit mit weit auskragenden Vordächern und die optimierte Positionierung der Eingänge rückte die Kurfürstengalerie ein Stück näher an den Königsplatz.
Das neue Innenraumkonzept berücksichtigte neben sinnvollen Zuordnungen artverwandter Branchen (Synergie) und Abwechslung großer und kleiner Ladenmietflächen (max. Flexibilität) auch die Wirtschaftlichkeit technischer Anschlüsse (kurze Leitungswege).
Baumaßnahmen in der Größenordnung von rd. 7 Mio. € wurden bei laufendem Betrieb der verbliebenen 30 Läden und dem im Objekt befindlichen 200-Betten Mövenpickhotel logistisch umgesetzt (u. a. großflächiges Heraussägen von Geschossdecken, Umsetzung | Neubau von Fahrtreppen usw.).
Nach Abschluss der Maßnahme herrscht wieder reger Betrieb in der Galerie.
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Geschäftshaus Diegel, Alsfeld
Alsfeld
Auf dem Grundstück einer ehemaligen Lackfabrik im Innenstadtbereich der Fachwerkstadt Alsfeld entstand
das Geschäftshaus Diegel.
Ein Verbrauchermarkt, mehrere Einzelshops und 250 Stellplätze wurden auf einem zum Teil mit zu erhaltenden Bestandsgebäuden besetzten Grundstück errichtet. Supermarkt und Läden befinden sich im Erdgeschoss des Komplexes, die Parkplätze sind im ersten und zweiten Obergeschoss angeordnet. Die Anordnung der Aufzüge und Treppenhäuse im Zentrum gewährleistet kurze Wege für die Kunden.
Das geometrisch komplexe Grundstück wurde hoch ausgenutzt. Der Hauptbaukörper ist mit einer transparenten Holzfassade gefasst. Seine Materialität stellt den Bezug zu den Fachwerkbauten der Altstadt her. Die angelagerten Nebenbaukörper aus Sichtbeton-, Putz-, oder Glasfassaden bleiben einzeln ablesbar.
Die Holzfassade ist frei bewittert, sie verändert ihre Farbigkeit und nimmt im Laufe der Jahre eine silbergraue Patina an. Die Dachflächen sind begrünt, mittels eines Wärmetauschers wird der Abluft die Wärme entzogen und der Zuluft zugeführt.
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