Büro- und Fertigungsgebäude SMA7
Niestetal
Für den Hersteller der "Sunny-Boys"-Wechselrichter, die zur Umwandlung des aus Solaranlagen gewonnenen Gleichstroms in Wechselstrom dienen, sollte ein neues Büro- und Produktionsgebäudeder SMA Regelsysteme GmbH bei Kassel entstehen und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattetwerden.
Für das vorhandene Firmengelände in derHannoverschen Strasse haben die Architekten einen "Masterplan" zu weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der Firma erstellt. Bereits 1997/98 wurde ein "Baustein" dieses Gesamtkonzepts realisiert, mit dem hier beschriebenen Bauvorhaben folgte ein weiteresProjekt.
Das dreigeschossige Gebäude beherbergt zwei Fertigungsgeschosse für die Montage elektronischer Bauteile (EG, 1.OG) und ein Bürogeschoss (2.OG). Im Dachgeschoss befindet sich ein Seminarraum mit Foyer. Räume für Verpackung und Tests sowie das Lager befinden sich im UG, das über eine Rampe für Gabelstapler befahren werden kann.
Das stirnseitige Treppenhaus mit dem Haupteingang ist großflächig verglast. Im oberen Fassadenteil ist ein Photovoltaikgenerator in die Verglasung integriert, er erzeugt bis zu 20 kWp elektrische Energie. Gleichzeitig verschatten die PV-Module die Eingangshalle und verhindern so, kombiniert mit einem natürlichen Lüftungssystem und dem vorgelagerten Wasserbassin, deren Überhitzung.
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Gründerzentrum Hamm-Heessen
Hamm-Heessen
Das Gründerzentrum entstand im Rahmen des Ökozentrums Nordrhein- Westfalen auf einem ehemaligen Zechengelände. Das Zentrum ermöglicht ökologisch orientierten Handwerks- und
Dienstleistungsbetrieben des Baugewerbes eine zeitlich befristete Anmietung von Büro-, Werkstatt- oder Lagerflächen. Bis zu zwanzig verschiedene Unternehmen können dabei von den entstehenden Synergie- Effekten profitieren.
Die Hallen gruppieren sich um einen Werk- und Ladehof. Das Bürogebäude formt als Solitär eine Kante der neu entstandenen Platzsituation aus. Um flexibel auf die Vorstellungen der Jungunternehmer reagieren zu können, sind Büros und Hallen frei einteilbar. Die innerhalb der Hallen vorgenommene thermische Zonierung läßt sich nachtraglich verändern, so können unbeheizte Lagerbereiche bei Bedarf zu vollwertigen Werkstattflächen umgenutzt werden.
Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf optimale Verträglichkeit der Konstruktion gegenüber Mensch und Umwelt gelegt. Dies betrifft sowohl die Energieverbräuche als auch die CO2-Bilanz der verwendeten Baustoffe. Bei der Konstruktion der Gebäude wurden nachwachsende Rohstoffe und Recyclingmaterial (Klinker) verwendet. Die Geschossdecken des Büros sind als Brettstapelverbundkonstruktionen gefertigt. Das
Stahlskelett der Hallen ist mit Recyclingsteinen einer benachbarten Zeche ausgemauert. Die Holzdachmodule der Hallen sind mit recycelter Zellulose gedämmt.
Die Beheizung der Hallen erfolgt über eine Luftheizung. Die Außenluft wird je nach äußeren Bedingungen über einen Erdkanal oder über eine viergeschosshohe Kollektorfassade angesaugt. Die Wärme der Abluft wird der Zuluft zugeführt. Regenwasser wird zur Toilettenspülung verwandt. oder versickert.
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